28.06.2022

Noah wird NRW-Meister 2022

Der gewinnbringende Sprung ist sogar in einem Video auf Instagram verewigt: Ein beherzter Anlauf, dann schraubt Noah Bomers sich am Stab hoch und überquert scheinbar spielend leicht die 4,35 Meter hohe Latte. Mit diesem Sprung sicherte sich der Stabhochspringer der LG Rheine-Elte den Titel als NRW-Meister.

„Der Stab war eigentlich schon zu weich für diese Höhe. Das ich es geschafft habe, ist natürlich das i-Tüpfelchen“, jubelte der 16-jährige. Bis zur Höhe von 4,00 Meter setzte Bomers auf den eigenen Stab, danach griff er auf besagten Leihstab zurück – mit Erfolg. Bereits im Vorfeld der Westfalenmeisterschaften vergangene Woche haben sich Bomers und Coach Rainer Goldbeck entschieden, für die Nordrhein-Westfalenmeisterschaften zu melden, falls die DM-Norm für die Deutschen Meisterschaften bei den westfälischen Meisterschaften in Hagen nicht fällt. Doch es kam besser: Noah Bomers hakte bei den westfälischen Meisterschaften mit 4,30 Meter im Stabhochsprung bereits die DM-Norm ab. Die NRW-Meisterschaften in Troisdorf bei Bonn sollten somit als optimale Vorbereitung für die DM dienen. So reiste Bomers bereits am Samstagnachmittag mit seiner Mutter in die zwei Stunden entfernte Stadt im Rhein-Sieg-Kreis.

Da der Stabhochsprung am Sonntag schon um 11.30 Uhr begann und die Vorbereitung für den Stabhochsprungwettbewerb cirka zwei Stunden dauern, wählte Familie Bomers die stressfreie Anreise einen Tag vorher. Gut erholt, aber dennoch etwas nervös, startete der Springer der LG RheineElte unter Leitung von Olaf Hilker, Leiter des Landesstützpunktes Ostwestfalen, am Sonntagmorgen die Vorbereitung für den Stabhochsprung. Die Konkurrenz setzte sich vorwiegend aus Athleten aus den Leistungszentren Düsseldorf und Leverkusen zusammen. Der U18-Athlet aus Rheine zeigte Nerven und leistete sich gleich bei der Starthöhe von 3,70 Meter im ersten Versuch einen Fehlversuch.

Doch dann legte der 16-Jährige den Schalter um und war „drin“ im Wettbewerb. Souverän übersprang er die Höhen 3,90, 4,00 und 4,10 Meter jeweils im ersten Versuch. Mit der steigenden Höhe der Latte lichtete sich das Feld schnell: Bei der Höhe von 4,10 Meter waren bis auf Jonas Leyer vom TSV Bayer 04 Leverkusen alle anderen Teilnehmer ausgeschieden. Leyer leistete sich zwei Fehlversuche und schaffte die 4,10 Meter im letzten und dritten Versuch. Bei 4,20 Meter musste er vorlegen, wobei er und Bomers sich beide zwei Fehlversuche leisteten. Auch im dritten Versuch kam der Leverkusener nicht über die angepeilte Höhe und damit war klar: Fliegt Bomers über die 4,20 Meter ist er NRW-Meister. Im allerletzten Versuch übersprang er die Höhe.

Den Nordrhein-Westfalenmeistertitel in der Tasche konnte er sich als einzig verbleibender Teilnehmer die nächste Höhe selbst aussuchen. Zusammen mit dem Landeskadertrainer entschied er sich für die bis jetzt noch nie übersprungene Höhe von 4,35 Meter. Es sollte der Tag der Drittversuche werden, denn nicht nur bei den Höhen zuvor benötigte Bomers den „letzten Strohhalm“, auch bei seiner selbst auserwählten Höhe gelang ihm der Sensationssprung über 4,35 Meter erst im dritten Versuch. Schließlich ließ der LGSpringer auch die nächste Höhe von 4,40 Meter im Aggerstadion auflegen und absolvierte auch darüber einen Versuch. „Ich habe die Höhe nur einmal versucht. Weil die Anlage nur fünf Meter breit war, war mir die Höhe dann doch zu risikoreich“, gab er ehrlich zu. Trotz der Sommerferien wird jetzt weiter trainiert.

Einen wertvollen Tipp hat er für die Trainingsarbeit vom Bochumer Trainer bekommen. „Bei vielen Sprüngen bin ich nicht so richtig in die Tiefe des Stabs gekommen, da hat er mir einen kleinen Hinweis gegeben“, erklärt Bomers. Der Fokus liegt auf den am 15. Juli in Ulm stattfindenden Deutschen Jugendmeisterschaften, wo Bomers das allererste Mal auf höchster nationaler Ebene starten und die blaugelben Vereinsfarben vertreten wird. 4,35 Meter soll nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Ich habe das Gefühl, da geht noch mehr“, präsentiert er sich weiter hungrig auf neue Höhen.

19.06.2022

Gute Leistungen bei den westfälischen Jugendmeisterschaften

Am letzten Wochenende wurden die westfälischen Jugendmeisterschaften der Altersklassen U18 und U20 am Samstag und Sonntag in Recklinghausen durchgeführt. Für die LG Rheine-Elte hatte sich 8 Athleten im Vorfeld für den Wettkampf qualifiziert und waren dementsprechend aufgeregt, hier an den Start gehen zu können. Am ersten Tag wurden vier Athleten von Trainer Günter Kunzmann und Trainerin Sarah Hüsing vor Ort betreut.

Den Anfang machte Josefine Ovel. wJU18, im Speerwurf. Sie warf den 500 g Speer auf eine Weite von 24,63 m., mit dieser Weite schaffte sie es zwar nicht in den Endkampf, aber über ihre persönliche Bestleistung konnte sich Josefine freuen.  Aras Majdadden, MJu20, Stine Kunzmann, wJu20 und Sydney Sandkötter, mJU18 starteten im 100 m Sprint. Den Anfang machte Sydney, der die 100 m in 13,49 sec lief. Zufrieden war er nicht, da er am Start nach ein paar Metern ins Stolpern kam und leider keine bessere Zeit herauskam. Stine Kunzmann sprintete die 100 m in 13,35 sec und bestätigte damit ihre Meldezeit und belegte den 10. Platz. Als letzter Starter sprintete Aras über die 100 m und finishte im Zeitendlauf in 11,49 sec. Im Ziel verlor er nur hauchdünn den dritten Platz und war aber mit dem 4. Platz zufrieden.

Am zweiten Tag führen mehre Fahrzeuge mit Athleten und den Trainern Günter Kunzmann, Rainer Goldbeck und Jörg Fels nach Recklinghausen. Zwei Athleten mussten kurzfristig absagen. Matilda Gehrmann, die über 400 m an den Start gehen konnte, wurde leider krank und Aras Majdadden, der noch für die 200 m qualifiziert war, mussten aus familiären Gründen passen. Den Anfang machte Annemarie Freund über die 200 m Sprintstrecke und sie finishte mit neuer Bestleistung in 29,31 sec., damit belegte sie im stark besetzten Feld den 11. Platz. Anschließend ging Stine Kunzmann an den Start über 200m, sie lief in persönlicher Bestleistung in 27,57 sec. über die Ziellinie und belegte den 3. Platz in ihrer Altersklasse WJU20. Bei der Siegehrung stand sie freudestrahlend auf dem Podest und nahm ihre Urkunde in Empfang.  Annemarie Freund trat nun noch im 100 m Hürdensprint an, viel wurde an der Hürdentechnik trainiert,   dennoch konnte sich Annemarie  heute nicht für das Finale qualifizieren. Sie finishte mit 18,41 sec und war nicht ganz zufrieden mit der Leistung.

Noah Bomers, mJU18 wurde mit 4,00 m für den Stabhochsprung gemeldet. Durch eine Corona Erkrankung Anfang des Jahres konnte er nicht wie gewohnt in die Saison starten, das Training musste umgestellt werden und immer wieder angepasst werden. Rainer Goldbeck, Stabhochsprungtrainer und Jörg Fels, Leichtathletiktrainer, trafen Absprachen, um Noah zu fördern aber dem Körper nicht zu überfordern. Noah war stets sehr motiviert und konnte durch das Krafttraining im heimischen Jahnstadion und dem Stabtraining in Ibbenbüren wieder an seine Form anknüpfen. Er hatte stets sein Ziel vor Augen: Die Qualifikation für die DEUTSCHEN JUGENDMEISTERSCHAFTEN zu erreichen.

Er startete den Wettkampf mit einer Einstiegshöhe von 3,80 m, die er im zweiten Versuch meisterte. Dann wurde die Latte auf 4,00 m gelegt. Diese Höhe übersprang Noah im ersten Versuch. Um sich für die Deutsche Jugendmeisterschaft qualifizieren zu können, musste eine Höhe von 4,30m übersprungen werden, als die Latte auf 4,30 m gelegt wurde, gaben die Zuschauer durch Klatschen den Takt vor, die Spannung stieg und Noah nutzte die Zeit bis zum Anlauf, lief und sprang über die Latte und die Menge tobte vor Freude und der Stadionsprecher verkündete, die Qualifikation wurde geschafft. Noah schaute nach dem Sprung zur Latte und vergewisserte sich, anschließend lag er fassungslos auf der Matte und freute sich mit den Trainern und Zuschauern über die gute Leistung. Natürlich wollte er noch höher hinaus, aber nach diesem Qualifikationssprung, verließen ihn dann doch die Kräfte.

Noah wurde mit 4,30 m neuer Westfalenmeister, lieferte persönliche Bestleistung ab und qualifizierte sich für die Deutsche Jugendmeisterschaften, die Mitte Juli in Ulm ausgetragen werden. Zurzeit belegt er mit dieser Höhe den 10. Platz in Deutschland, in seiner Altersklasse mJU18 im Stabhochsprung. Die nächste Station ist nun am kommenden Wochenende die NRW Meisterschaft in Troisdorf, wo er noch einmal seine Leistung bestätigen möchte. Dann geht es zwei Wochen später zur Deutschen Meisterschaft nach Ulm.

Zum Abschluss des Tages lief Hannah Piffko noch über die 1500 m. Mit einer Zeit von 6:02 Min bestätigte sie ihre gute Form und belegte den 9. Platz.

Die Trainer, die vor Ort unterstützte waren über die Leistung der für diese Meisterschaft qualifizierten und angetretenen Athleten, sehr zufrieden.

16.06.2022

Unsere jüngsten Sportler mit Spaß und tollen Erfolgen beim Sportfest

Der LAV Rheine konnte, nach zweijähriger Pause, nun endlich an Fronleichnam wieder sein Sportfest durchführen. Gerade für die jüngsten Sportler ist es oft der erste Wettkampf. Für die Kinder unter 9 Jahren wurde der Dreikampf angeboten und die Mädchen und Jungen von 10 bis 14 Jahren gingen in Einzeldisziplinen an den Start.

In der Altersklasse W10 ging Anni Janssen im 50m Sprint und beim Weitsprung an den Start und konnte im 50m Sprint in 8,08 Sekunden finishen und mit der Weite von 3,82 m beim Weitsprung, in beiden Disziplinen den ersten Platz belegen und damit ihre guten Leistungen von den Kreismeisterschaften bestätigen. Lasse Hollstegge startete im Weitsprung und verpasste mit 3,53m knapp das Siegerpodest, belegte den vierten Platz in der Altersklasse M10, im Sprint gelang ihm dann mit 8,41 Sekunden über die 50m, der Sprung aufs Treppchen, er freute sich über den zweiten Platz. In der Altersklasse M11 startete Bennet Wersching, eigentlich im  Fussball aktiv, im Schlagballwurf und freute sich über den zweiten Platz,  mit der Weite von 29,50m. Erik Möller konnte hier mit 19,50m den sechsten Platz belegen, auch über 50m, 9,10 Sekunden belegte er den sechsten Platz, im Weitsprung schaffte er es auf Platz fünf mit 3,32m. Enno Hollstegge startete erstmals in der Leichtathletik und konnte mit 3,50m beim Weitsprung den 3.Platz belegen, über die 50m in 8,61 Sekunden und Platz vier, war er gut zufrieden. Leo Ernsting absolvierte drei Disziplinen und konnte mit 21m beim Ballwurf den dritten Rang belegen, beim Weitsprung schaffte er es auf Platz sechs mit 3,15m, die 75m Sprintstrecke konnte er auf Platz sechs beenden, 13,30 Sekunden. Mats Janssen belegte in der Altersklasse M12, sowohl im 75m Sprint, 11,25Sek., als auch im Weitsprung, 4,36m, in beiden Disziplinen den zweiten Platz. Auch Titus Brüning ging in der AK M 12 über diese Disziplinen an den Start und sicherte sich im Weitsprung mit 4,26m den dritten Rang und beim 75m Sprint lief er der Konkurrenz davon und kam mit tollen 10,77 Sekunden und Platz eins ins Ziel.  Ida Münch in der Altersklasse W12 unterwegs, schaffte im Sprint eine Zeit von 12,53 Sekunden, beim Sprung in die Grube wurden 3,14m gemessen.

Nach einem gemeinsamen Aufwärm-Programm startete der Dreikampf der jüngsten Sportler, hier sollte der Spaß im Vordergrund stehen, um erste Erfahrungen zu sammeln, zu diesen Disziplinen zählt der 50m Sprint, der Schlagballwurf und der Weitsprung. Leni Fischer ging in der Altersklasse W4, erstmals im Dreikampf auf Punktejagd und war somit die jüngste Starterin der LG Rheine-Elte. Bei der Siegerehrung am Abend freute sie sich über ihre Medaille und Urkunde, denn sie schaffte den Sprung aufs Podest und belegte den zweiten Platz. Hannes Fischer startete bei den 7-jährigen Jungen, er war gut dabei und auch hier reichten die Punkte für einen Platz auf dem Treppchen, der dritte Platz, Urkunde und Medaille brachten auch ihm ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. Bei den 8-jährigen Mädchen stellte sich Sofia Wersching der Konkurrenz und schloss dem Wettkampf in der stark besetzten Gruppe auf Platz 11 ab. In der Altersklasse M9 stellte sich Ben Bunk dem Dreikampf, mit Spaß, aber doch auch schon ehrgeizig reichten die erzielten Punkte für den dritten Rang in seiner Altersklasse. Marit Möller erreichte in einem großen Starterfeld den 14.Platz und war zufrieden mit dem Wettkampf. Für Hannes, Ben, Marit und Sofia war es eine besondere Herausforderung, erstmals aus dem Startblock auf die Sprintstrecke zu starten, alle meisterten diesen Start perfekt.

Das absolute Highlight dieser Veranstaltung ist der abschließende Hindernislauf über 400m für die Dreikämpfer, bzw.800m für die älteren Athleten. Auch wenn es hierfür keine offizielle Wertung geben kann, denn bei diesem Lauf geht es über liegende Hürden und auch durch den Wassergraben, so ist es für alle eine schöne Abkühlung nach den Wettkämpfen, aber gerade für die Kleinsten auch Herausforderung pur.

 Alle teilnehmenden Sportler meisterten diese letzte Disziplin mit Bravour und auch für die Zuschauer war es nach einem sehr langen Wettkampftag ein toller Abschluss.